Aquarium für Axolotl einrichten und Beckengröße berechnen
Axolotl sind keine Fische, sondern Schwanzlurche, die aus dem Hochland Mexikos stammen. Daraus ergeben sich besondere Ansprüche an die Beckengröße und die Einrichtung. Wer die Tiere artgerecht halten will, kommt mit einem handelsüblichen Gesellschaftsaquarium nicht weit. Schon ein einzelnes Tier benötigt deutlich mehr Grundfläche als die meisten Zierfische, weil Axolotl am Boden leben, dort laufen und nicht dauerhaft schwimmen. Für ein ausgewachsenes Tier sollte die Grundfläche mindestens 80 mal 40 Zentimeter betragen, besser sind 100 mal 50 Zentimeter. Bei Gruppenhaltung erhöht sich die benötigte Fläche mit jedem weiteren Tier spürbar, denn die Tiere beanspruchen Reviere und können sich gegenseitig verletzen, wenn sie sich zu eng begegnen.
Die Beckenhöhe spielt eine untergeordnete Rolle, solange der Wasserstand ausreicht. Entscheidend ist die Grundfläche, nicht das Volumen. Ein hohes, schmales Becken ist ungeeignet, weil es kaum Lauffläche bietet. Wer die optimale Wassertiefe für Axolotl berücksichtigt, stellt schnell fest, dass 30 bis 40 Zentimeter Wasserstand in den meisten Fällen ausreichen. Darunter wird die Filterung schwierig, darüber steigt der Druck auf die Tiere unnötig. Ein Becken mit 100 mal 50 mal 40 Zentimetern fasst rund 200 Liter und bietet Platz für zwei bis drei adulte Axolotl, sofern ausreichend Verstecke vorhanden sind.
Beim Einrichten zählt vor allem der Bodengrund. Feiner Sand mit einer Körnung unter einem Millimeter ist Pflicht, denn gröberer Kies wird beim Fressen verschluckt und kann den Darm verstopfen. Scharfe Dekoration aus Keramik oder scharfkantige Steine sind tabu, weil die empfindliche Haut der Tiere leicht verletzt wird. Höhlen aus Ton, Wurzeln und robuste Pflanzen wie Anubias oder Javafarn schaffen Rückzugsorte. Eine Abdeckung oder ein Gitter über dem Becken verhindert, dass die Tiere herausspringen. Die Strömung sollte schwach bleiben, weil Axolotl keine starke Wasserbewegung mögen. Ein Außenfilter mit gedrosseltem Durchfluss oder ein Hamburger Mattenfilter erfüllen diesen Zweck besser als Innenfilter mit starker Pumpe.
Die Wassertemperatur liegt dauerhaft zwischen 16 und 20 Grad Celsius. Höhere Werte stressen die Tiere, schwächen das Immunsystem und begünstigen Pilzinfektionen. Im Sommer ist eine Kühlung daher oft unverzichtbar. Auch die Wasserwerte müssen stimmen: ein pH-Wert zwischen 7 und 8, eine Karbonathärte um 8 bis 12 Grad und möglichst kein Nitrit. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel von 30 bis 50 Prozent hält die Belastung niedrig. Wer diese Punkte beachtet, schafft eine Umgebung, in der Axolotl über viele Jahre gesund bleiben.